Die Kulturveränderung für den Workplace of the Future

Published by Tobias Frydman
February 09, 2018 @ 11:23 AM

Die Rolle des CIO im Veränderungsprozess der Arbeitswelt

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Am 30. Januar waren wir zu Gast bei Anna Kopp, CIO von Microsoft Deutschland um mit Fachkolleginnen- und -kollegen über die Anforderungen an "die Kulturveränderung für den Workplace of the Future" zu diskutieren. Natürlich waren wir auch auf die neue Arbeitswelt bei Microsoft in München gespannt. Den Hintergrund der neuen Philosophie des Zusammenarbeitens bei Microsoft hat uns Anna Kopp inspirierend präsentiert und uns mit einer Guided Tour (inzwischen waren bereits mehr als 62.000 Besucher vor Ort) durch das Gebäude und seinen vier Zonen die Möglichkeit geboten diese "life" zu erleben - vielen Dank an unsere tolle Gastgeberin!

CIOchange

Wie sehen CIOs ihre Rolle in diesem spannenden Prozess?

Hier zeigt sich ein neues Rollenverständnis der CIOs von sich selbst. Weg vom puren Lieferanten von Dienstleistungen hin zum Mitgestalter, Treiber und Lotsen des Veränderungsprozesses. Zumindest sehen das die teilnehmenden CIOs so. Spannend wird sein zu erfahren wie es die anderen Unternehmensbereiche und -Führung sehen. Ist dort der CIO auch als Treiber der digitalen Kulturveränderung gesetzt? Gerne freuen wir uns auf ihre Antwort auf diese spannende Frage!

Wo liegen die Herausforderungen?

In der angeregten und intensiven Diskussion, die wir hier nur zusammenfassend wiedergegeben können, drehten sich die Beiträge vor allem um diese zwei Bereiche:

Mensch

  • Führungskräfte müssen gut kommunizieren können (sowie neue Tools/Kanäle dafür nutzen) sowie Anweisungen geben, wie wer im Unternehmen kommuniziert. Dies erfordert allerdings auch ein hohes Maß an Selbstmotivation und – disziplin, um dies erreichen zu wollen;
  • Zwar sollte die Führung als early adopter und Vorbild vorangehen, jedoch sollte der Fokus bei der Adaption auf den Mitarbeitern liegen. Dort entsteht letztendlich das “Momentum” für neue Wege, das ggf. dann von “unten nach oben” wirkt.
  • Mitarbeiter müssen den Raum zum experimentieren bekommen, benötigen gleichzeitig Hilfe um angebotene Lösungen zu verstehen und nutzen zu können;
  • Kulturveränderung kann zwar vom CIO “getrieben” werden, wird aber nur geschehen, wenn alle (vor allem das Middle Management) daran glauben und es gemeinsam umsetzt;
  • Gern genannte Showstopper wie Betriebsrat und Gesetzgebung können durch frühzeitiges “ins Boot” holen bzw. durch kreatives Umsetzen im Rahmen der vorhandenen Governance umschifft werden. Gerade Betriebsräte können so zu Unterstützern neuer Arbeitsmodelle werden.

Technologie

  • Die neue digitale Welt bietet eine Vielzahl von Kommunikations- und Kollaborationskanälen, die strukturiert oder „im Schatten der IT“ Einzug in die komplexe Welt der internen und externen Unternehmenskommunikation gefunden haben.
  • In dieser komplexen Welt voller ständig neuer Lösungen wird erwartet, dass die IT es schon richten wird. Die weiß es aber auch nicht besser.

Die Warum-Frage?

In der Diskussion warf einer der Veranstaltungsteilnehmer die Fragen nach dem „Warum“ auf. Warum wollen wir überhaupt eine Kulturveränderung im Unternehmen? Zu oft wird schnell agiert und auf Hypes reagiert um dabei zu sein, ohne eine Vision zu entwickeln warum man verändern will und wohin die Veränderung führen soll. Dadurch enden Digitalisierungsbemühungen oft als Transitions-Projekte (Pflege) vs Transformation (Neuerfinden des Unternehmens, insbesondere von Business Modellen, Arbeitsformen, dem Raum für Innovationen etc.).

Fazit: Der CIO ist prädestiniert für diese wichtige Rolle, wenn er/sie über die nötigen Skills (soft/hard) verfügt und sich dafür proaktiv positioniert. Darauf zu warten, berufen zu werden, reicht jedoch nicht!

What's next?

090316_1kleinDie Frage nach neuen Arbeitsformen in Organisationen und die Rolle des CIOs/der IT darin begleitet uns schon seit einigen Jahren bei CIONET in Deutschland. Bereits bei dem wohl ersten Bar Camp für CIOs in Deutschland, das wir im Oktober 2013 unter dem Titel "When today meets Tomorrow" ausgerichtet haben stand es ganz oben auf der Diskussionsthemen zwischen CIOs und jungen Erwachsenen.

Im November 2014 war Markus Bentele, damaliger Corporate CIO der Rheinmetall AG der Gastgeber unser nächsten Station zum Thema "Von Enterprise 2.0 zu Social Business am Beispiel der Rheinmetall AG – Erfahrungsaustausch mit Experten" zu der bewusst "über den Tellerrand der IT hinaus" nicht nur CIOs, sondern firmen- und siloübergreifend auch Vertreter der Fachabteilungen eingeladen wurden um über die Zusammenarbeit im Unternehmen zu diskutieren und zu erfahren, wie Rheinmetall dieses Konzept umgesetzt hat.

Im März 2016 sind wir die Mission Digitalisierung: “Organisation und digitale Transformation” gestartet mit dem Ziel, deutschen CIOs gemeinsam mit ihren wichtigsten internen Stakeholdern den Raum zum offenen Austausch über und zur Ausarbeitung von neuen innovativen Umsetzungsansätzen für “die Organisation” und die Arbeitswelt von morgen, sowie für neue (digitale) Geschäfts- und Kollaborationsmodelle zu bieten. An unserer spannenden Diskussion (die Zusammenfassung finden Sie hier) hoch über den Dächern von München waren auch einige non-IT Rebellen und New Workisten wie Harald Schirmer, Christoph Schmaltz und Alexander Nusselt beteiligt, die unseren CIOs gute neue Impulse liefern konnten.

Und es wird auch 2018 weiter gehen. Neben regionalen Veranstaltungen, wo wir neue Denkräume zum Austausch anbieten werden ist auch eine CIONET Arbeitsgruppe "CIO und Employee Experience" geplant. Möchten Sie mitmachen? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit unserem Managing Partner Tobias Frydman auf.

Posted in:CIONET Germany

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